Nahaufnahme der beschrifteten Werkzeug-Schubladen: Messer und Gedöns, Schrauben, Nägel Schrauben und Gedöns

Messer & Gedöns: Endlich Ordnung in der Garage

Es gibt Dinge, die man im Leben einfach mal tun muss. Eines dieser Dinge ist es, die Garage aufzuräumen. Wenn es so krass ist wie bei uns, dass über Jahre hinweg alles Mögliche in der Garage abgestellt wurde, egal ob es kaputt war oder ob man es abermals gebrauchen konnte, dann wird das eines Tages ein ziemliches Chaos. Zum Glück passt das Auto immer noch rein, aber dann wird klar, dass der Platz, der da ist, einfach sinnvoller genutzt werden kann. Davon handelt dieser Blogbeitrag.

Man sagt ja, dass sich gute Vorsätze nur bis maximal zur zweiten Januarwoche halten. Das mag stimmen. Aber einige Vorsätze haben es bis in den Februar geschafft, so etwa dieser hier: Garage aufräumen.

Ein lang aufgeschobenes Projekt. Ich holte Angebote von verschiedenen Experten ein, die sich mit solchen Sachen beschäftigen. Es wurde rasch klar, dass mein Mann und ich alleine in der Garage nicht weiterkommen. Nicht weil wir zu schwach wären oder Dinge nicht rausschleppen könnten, sondern weil wir uns möglicherweise uneins sind, was weg kann und was nicht. Am Ende hätten wir dann gar nichts geschafft.

Wir schauten uns das an, stellten ein paar Gartengeräte beiseite, sicherten das Rennrad und der Rest sollte weg. Einfach weg. Wir hatten es ewig nicht gebraucht und wir wollten es auch nicht intensiver anschauen. Die Biergarten-Garnituren waren ohnehin ziemlich ramponiert, und bei allen anderen Sachen da wussten wir auch nicht mehr, warum sie wichtig sein könnten für unser Leben. Also lieber weg damit, als erneut x-mal herumzueiern.

Dann waren sie da, zwei Herren. Ich wollte gar nicht sehen, was sie genau hinausschleppten. Wir hatten über den alten Rasenmäher gesprochen, dass sie den mitnehmen und mitverrechnen. Für alles andere habe ich gesagt: Lassen Sie das stehen und das und das und der Rest kann weg. Es ist nicht schlimm, wenn Sie hinterher noch einen Besen nehmen und einfach die Garage besenrein, wie man so schön sagt, übergeben. Das fanden sie super.

Nach 45 Minuten waren sie fertig, absolut damit fertig. Sie fragten noch, ob sie im Kellerraum vielleicht noch etwas mitnehmen könnten, und ich gab ihnen großzügig alles, was ich dort nicht mehr haben wollte. Wow! Eine knappe Stunde und zwei fette Baustellen erledigt. Das ist ja mal ein Jahresbeginn.

Leergeräumte Garage mit grauem Betonboden, an der Rückwand lehnt ein Rennrad, rechts hängen Besen und Gartenwerkzeuge an der Wand

Alles raus! Ab jetzt konnte ich mich um die schönen Sachen kümmern. Die neuen Regale konnten aufgestellt werden.

Regale rein, System rein

Naja, das war vorerst eine gute Idee. Regale bei Amazon aussuchen. Behälter bei Ikea kaufen. Super, super Idee. Hat schon mal jemand von euch diese Kellerregale zusammengebaut? Es macht dich verrückt und ramponiert deine Maniküre, aber am Ende stehen sie doch und am Ende sind sie sogar auch bis zu einem gewissen Grad stabil, und je mehr du hineinstellst, desto stabiler werden sie. Aber jetzt kommt doch noch etwas richtig Schönes, denn jetzt kommt der Einsatz des Cricut-Plotters.

Ein Turm voller Schubladen

Ich weiß nicht, was mich mehr erstaunt: die Tatsache, dass ich mich hingesetzt und in mühevoller, stundenlanger Kleinarbeit jede einzelne Schraube, jeden einzelnen Nagel, jedes einzelne Werkzeugstück in diesen Schrank sortiert habe, oder die Tatsache, dass wir das Projekt überhaupt angegangen sind. Also in diesen Container, den man so herumrollen kann.

Die Idee war: Wenn es etwas gibt, das größer zu reparieren oder handwerklich umzusetzen ist, dann könnte man das ganze Ding nach oben in die Wohnung schieben. Ab in den Fahrstuhl und los geht die wilde Fahrt. Grundsätzlich glaube ich nicht daran. Ich denke, dass man eher die Teile heraussucht, aber hinterher wieder ganz genau weiß, wo man sie ablegen kann. Ich glaube daran, dass das funktioniert. Wie alles ist das erst mal ein Lernprozess.
Nachtrag 2026: läuft! Es gibt zwar immer noch ein paar Sachen, die herumliegen, aber im Grunde hat sich das System hervorragend bewährt!

Etiketten mit Charakter

Jetzt kommt der Cricut zum Einsatz. Seit einigen Monaten habe ich den Cricut und suche permanent nach Möglichkeiten, ihn zu nutzen. Das Gerät ist faszinierend und dennoch möchte ich nicht alles beschriften. Weder die Klotür noch die Küchentür haben bei uns eine Beschriftung. Noch nicht mal unsere Haustür trägt unseren Namen. Aber in der Garage dachte ich mir: Lass’ ich es mal ordentlich krachen.
Hier sind einmal die eleganten Schriften auf den Boxen. Das hat richtig Spaß gemacht. Eine schöne Schriftart, ein paar kleine Icons aus dem Design-Space. Das ließ sich gut drucken, entfleischen und aufbringen.

Zwei gestapelte transparente Boxen mit den Kalligrafie-Aufschriften Bohrer und Bits, gefüllt mit ordentlich sortiertem Werkzeug.

Aber dann folgte der Endgegner. Vielen Dank.
Wie sollte ich wissen, dass meine normale Klebefolie im Grunde nicht auf diesem Kunststoff hält? Weder sie noch dieser Kunststoff sind dafür gemacht. Das lernt man nur auf die harte Tour. Ich kann dir gar nicht sagen, warum das so ist und welche Folie das geändert hätte. Auf jeden Fall fand ich mich bei der Aufgabe, mal eben schnell die Texte aufzukleben, in einer gut einstündigen Aktion wieder, in der ich mit dem Rakel immer wieder einzelne Buchstaben festdrückte. Das ist mir aber scheinbar gut gelungen, denn auch hier wieder Nachtrag 2026: Alles ist immer noch an seinem Platz. Wunderbar!

Nahaufnahme der beschrifteten Werkzeug-Schubladen: Messer und Gedöns, Schrauben, Nägel Schrauben und Gedöns

Aber wenn man es dann geschafft hat, dann ist all der Ärger vergessen. Das fühlt sich richtig gut an. Die andere Idee ist natürlich: Sollte jemals ein Mensch mit dem Gedanken spielen, unsere Garage auszurauben, dann ist das Bekleben dieses Schrankes und das Bekleben dieser Boxen sicherlich etwas, was nicht normal ist. Ich habe schon die ganz, winzige Hoffnung, dass jemand denkt: Mei, was wohnen hier für Psychopathen. Bloß weg hier! Wer sich die Zeit nimmt und diese Boxen so beklebt, muss nicht ganz dicht sein, in diesem Sinne.

Wir sehen uns im nächsten Beitrag. Wie sieht es denn in deiner Garage aus? Schreib es mir unbedingt in die Kommentare.

Sandra Dirks – Grußformel am Schluss des Artikels

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